Kitschimea

Hilft Kijimea bei Reizdarm-Beschwerden?

Kijimea ist ein klinisch bewährtes Nahrungsergänzungsmittel, das Symptome des Reizdarmsyndroms (Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen) behandeln und damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessern soll. Das Produkt wird oft fälschlich Kitschimea oder auch Kijimeja geschrieben, da der Name recht komplex ist.

Kitschimea kommt aus Deutschland und wird mit dem Bakterienstamm B. bifidum MIMBb75 hergestellt, dem einzigen Stamm, der nachweislich die Symptome des Reizdarms lindert. Kijimea enthält jedoch keinerlei Konservierungsstoffe, Süßstoffe oder Aromen.

Neben der Verbesserung der Verdauung hilft Kijimea auch bei der Linderung von Verstopfung. Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, empfehlen wir Ihnen jedoch, einen Arzt aufzusuchen, da jede Person auf ihre eigene Weise auf die Behandlung anspricht. Kombinieren Sie Kijimea auf jeden Fall immer mit der richtigen Flüssigkeitszufuhr. Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung haben zusätzliche gesundheitliche Vorteile.

Wie lange wird Kijimea eingenommen?

Die empfohlene Einnahmedauer beträgt einen Monat, jedoch nicht mehr als 1,5 Monate. Die Ergebnisse sind schon nach der ersten Woche der Behandlung bemerkbar.

Wenn keine Ergebnisse erzielt werden, konsultieren Sie Ihren Arzt. In allen Fällen sollte vor der Einnahme von Kijimea Ihr Hausarzt konsultiert werden, um eine sichere Verabreichung zu gewährleisten. Überschreiten Sie niemals die empfohlene Dosierung und befolgen Sie die Anweisungen in der Packungsbeilage.

Die Herstellerseite gibt außerdem an, dass Sie zwei Kapseln ein Tag, vorzugsweise zu den Mahlzeiten mit genügendem Wasser für mindestens vier aufeinander folgenden Wochen einnehmen sollten.

Hat Kijimea Nebenwirkungen?

Das Medizinprodukt gegen Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom, Bauchschwellung, Blähungen und Verstopfung hat keine besonderen Warn- und Nebenwirkungen. Somit kann es auch bei Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und stillenden Müttern sicher eingesetzt werden.

Auch mit anderen Medikamenten zusammen sollte Kijimea keinerlei Wechselwirkungen verursachen. Konsultieren Sie jedoch vorsichtshalber immer Ihren Arzt vor der Anwendung und denken Sie daran, dass Kijimea (wie alle anderen Supplemente) eine gute Ernährung und regelmäßige Bewegung niemals ersetzen kann.

antibiotika

Jede dritte Verschreibung von Antibiotika ist nicht korrekt

Laut einer US-Studie kann jede dritte Antibiotika-Verschreibung nicht als richtig oder angemessen angesehen werden. Die Apothekerin Ulrike Porsche, Leiterin der Abteilung Klinische Pharmazie und Arzneimittelinformation, sagte dies am Sonntagnachmittag in der Woche der wissenschaftlichen Ausbildung der Österreichischen Apothekerkammer zum Thema „Infektionskrankheiten, Antibiotika und Antibiotikaresistenz“ in Schladming. „Vor drei Jahren hat eine Studie in unserer Klinik (Salzburger Landeskliniken) gezeigt, dass ein Drittel der Rezepte nicht den Anforderungen entsprach. Und es ist nicht nur die Wahl des Gewebes, sondern auch die Dauer der Therapie, die Dosierung und die Art der Anwendung.

Verdoppelung der Dosenzahl im Vergleich zu Dänemark

„In Österreich geben wir täglich 20 Dosen Antibiotika pro 1000 Patienten“, sagt Christoph Wenisch, Leiter der 4. Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Kaiser Franz Josef Krankenhaus in Wien. „Die Dänen – die übrigens auch ein höheres Wohlfahrtsniveau haben – und die Niederländer geben zehn Dosen pro 1000 Patienten pro Tag – aber sie haben die gleiche Lebenserwartung wie wir.

Im Jahr 2016 wurden in Österreich 71,6 Tonnen Antibiotika (reiner Wirkstoff) in der Humanmedizin eingesetzt, davon ein Drittel in Krankenhäusern und zwei Drittel in der Privatmedizin. Im Jahr 2010 lag der Antibiotika-Verbrauch bei 69,2 Tonnen – laut einem Bericht des Gesundheitsministeriums ist der Anstieg vor allem auf den Einsatz von Krankenhauspatienten zurückzuführen. Einer der Gründe dafür kann die Zunahme komplexer Intensivbehandlungen sein.

„Wenn es nicht gut läuft, tut es nicht weh.“

Probleme sieht Wenisch vor allem in der Geschäftswelt: „Ein Arzt schreibt etwas. Antibiotika werden manchmal unter dem Motto „Keine Sorge, es tut den Nichten weh“ oder „weil man die Geduld verliert, während man auf das Fortschreiten einer Infektionskrankheit wartet“ gegeben.

Während der Grippesaison – wenn Virusinfektionen häufiger auftreten, aber nicht mit Antibiotika helfen – werden Antibiotika häufiger verabreicht, so Wenisch: „Die Österreicher müssen wegen Virusinfektionen mehr Antibiotika einnehmen als die Niederländer und Dänen. Das ist ein großes Problem.

In der Vergangenheit war der Einsatz von Antibiotika – zum Beispiel bei Lungenentzündungen – „je länger die Zeit, desto kürzer die Zeit, desto besser“.

Druck auf Ärzte ausüben

Laut einer WHO-Studie sind bis zu 50% der weltweiten Antibiotika-Verschreibungen falsch – „aber es gibt viele Gründe dafür“, erklärt Brigitte Meyer, Fachärztin für Infektions- und Tropenmedizin, „Nicht alle Infektionen verursachen typische Symptome, und die Diagnose ist oft sehr schwierig. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Druck auf die Ärzte („Ich fühle mich so schlecht“). In Österreich wird jedoch bereits viel getan, um den Einsatz von Antibiotika zu optimieren und die Diagnose zu verbessern: „Es gibt viele lokale Initiativen, aber es ist mehr Koordination nötig. „Eines der Mittel ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, sagt der Apotheker Porsche. „Die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern muss intensiviert werden.

Mehr Widerstand, wenig neue Stoffe

„Die Antibiotikaresistenz nimmt in Krankenhäusern und Praxen zu“, sagte Porsche. Weniger bekannt ist, dass die Industrie „die Erforschung von Infektionskrankheiten weitgehend eingestellt hat“, sagt Porsche: „Große Unternehmen produzieren keine Antibiotika mehr. Ein Grund dafür, so eine internationale Porsche-Studie: „Ein niedriger Return on Investment – das erreicht man nicht mit antiinfektiöser Forschung.

Deshalb gibt es nur wenige neue Substanzen: „Die neuesten Entwicklungen betreffen die multiresistente Tuberkulose, es gibt neue Stoffgruppen“. Sie waren vor 13 Jahren auf dem Markt: „Sonst ist nichts wirklich Neues aufgetaucht“. Ein EU-Sonderaktionsplan zur Förderung der Entwicklung neuer Antibiotika gegen multiresistente Bakterien „Hoffnung auf neue Substanzen in den kommenden Jahren“. Zwei Vorbereitungen befinden sich derzeit in der Verabschiedung.