Hochfest der Heiligen Petrus und Paulus: ein Aufruf an das Gewissen der Gläubigen

Das Hochfest der Heiligen Petrus und Paulus lädt dazu ein, über das Leben zweier früher Christen nachzudenken, die wegen ihres Glaubens heftige Verfolgung erdulden mussten.

Auch heute, da weltweit viele Gläubige weiterhin religiöse Unterdrückung erleiden, behält die Botschaft der Schriftlesungen und historischen Berichte ihre Eindringlichkeit.

Laut der „World Watch List“ von Christian Freedom International – einem Ranking der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden – sind weltweit mehr als 380 Millionen Christinnen und Christen betroffen.

Christlicher Glaube weltweit unter Beschuss

In Nordkorea, wo die Feindseligkeit gegenüber dem Christentum zu den schlimmsten weltweit zählt, riskieren Gläubige Verhaftung, jahrelange Haft in brutalen Arbeitslagern und in manchen Fällen sogar die Hinrichtung.

Nigeria steht indes an der Spitze der Statistik, was die Zahl der Todesopfer religiös motivierter Gewalt gegen Christinnen und Christen angeht.

Auch Pakistan ist ein besorgniserregender Brennpunkt, wo Mädchen christlichen Glaubens häufig entführt und zur Ehe mit muslimischen Männern gezwungen werden.

Hoffnung und Befreiung angesichts von Unterdrückung

Die Apostelgeschichte und die Psalmen betonen das Eingreifen Gottes, etwa wenn Engel Petrus befreien und Menschen in Not beschützen.

Als Petrus im Matthäusevangelium Jesus als den Christus erkennt, setzt er einen frühen Meilenstein auf dem Weg zu jener christologischen und trinitarischen Lehre, die sich später in der Tradition herausbilden sollte.

Nachdem Petrus Jesus als Messias bekannt hat – gemeinhin als „Petrusbekenntnis“ bezeichnet – überträgt Christus ihm die Verantwortung, die Kirche als erster Papst aufzubauen.

Im Jahr 2025 äußerte Papst Leo XIV., frisch ins Amt gewählt, große Sorge über die anhaltende Christenverfolgung, insbesondere im Nahen Osten.

Die Freilassung des nicaraguanischen Bischofs Rolando José Álvarez zeigt deutlich, welche Wirkung internationaler Druck haben kann, um zu Unrecht Inhaftierten Gerechtigkeit zu verschaffen.

Ähnlich verdeutlicht die Freilassung des vietnamesischen Pastors Y Yich nach beharrlichem Einsatz von Fürsprecherinnen und Fürsprechern, wie wichtig solche Bemühungen für Verfolgte sind.

All diese Berichte machen die unermüdlichen Kämpfe deutlich, die Gläubige weltweit ausfechten, und die unerschütterliche Hoffnung auf Gerechtigkeit und Freiheit für Christinnen und Christen rund um den Globus.