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Die fünf größten Zahnpflege-Mythen

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Gesunde Zähne leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität. Aber es braucht auch viel Arbeit und Zeit, um sicherzustellen, dass die Zähne gesund bleiben. Da aber jeder Mensch und damit auch seine Zähne anders sind, ist auch eine individuelle Pflege notwendig. Allerdings sind die irreführenden Mythen über Zahnpflege hartnäckig und es ist an der Zeit, sie aufzudecken.

Jeder muss sich zwei Minuten lang die Zähne putzen

Laut Professor Stefan Zimmer von der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) ist eine solche allgemeine Empfehlung unhaltbar. Die Dauer der Zahnbürste variiert von Person zu Person, denn die individuelle Situation in Ihrem Mund ist einfach unterschiedlich: einige brauchen nur zwei Minuten, andere fünf Minuten, um Ihre Zähne gründlich zu waschen. Es ist wichtig, Plaque nicht nur innen und außen, sondern auch an den Kauflächen der Zähne zu entfernen. „Wenn es um die Zahnpflege geht, vergessen die Menschen gerne den Raum zwischen den Zähnen“, sagt Professor Zimmer. „Hier können sich Lebensmittelreste ansammeln und die Approximalkaries, also die Karies an den Kontaktflächen der Nachbarzähne, fördern. Allerdings können Zahnseide und Bürsten helfen.

Der Zahnbürstentyp bestimmt nicht den Erfolg beim Zähneputzen

Das stimmt nicht, denn nicht alle Zahnbürsten sind gleich. Der Pharmamarkt bietet eine breite Palette von Produkten, ist aber oft mit dem Besten zufrieden. Studien zeigen, dass Pinselführung einen großen Unterschied macht: „Pinselhaare mit abwechselnd kürzeren und längeren oder schrägen Borsten verbessern sich in den Interdentalräumen und bis zum Zahnfleischrand. Diese Bereiche sind besonders anfällig für Karies und Gingivitis, einschließlich Parodontitis“, erklärt Professor Zimmer. Auch eine elektrische Zahnbürste bietet die bestmögliche Unterstützung, reinigt sich aber nicht von selbst.

Kaugummi für die Zahnpflege kann eine Zahnbürste ersetzen

saubere zähneKaugummi nach einer Mahlzeit und man muss sich nicht die Zähne putzen – das schlägt die Anzeige vor. Professor Zimmer warnt vor diesem Mythos: „Das Kauen eines zuckerfreien Kaugummis regt die Durchblutung des Speichels an und neutralisiert so die Säuren im Mund, die Karies verursachen. Aber der Kaugummi entfernt einfach Plaque, die Bakterien enthält, die Hohlräume verursachen. Zuckerfreier Kaugummi kann eine Zahnbürste nicht ersetzen. Wenn z.B. Zähne nach einem Biss nicht gewaschen werden können, kann zuckerfreies Kaugummi bei regelmäßiger Anwendung einen wichtigen Beitrag zur Zahngesundheit leisten.

Karies ist ansteckend

Es stimmt, dass Menschen ohne Keime geboren werden und ihre Mundhöhle erst später von Bakterien besiedelt wird. Hier leben bis zu 1000 verschiedene Bakterienarten. Einer dieser Keime, die nachweislich Hohlräume verursachen, sind Streptokokkenmutanten. Die genaue Bedeutung der meisten dieser Bakterien ist weitgehend unbekannt, aber die meisten sind für uns nützlich. Weil sie zur normalen Mundflora gehören und sich dort schon lange angesiedelt haben. Das eigentliche Problem ist die Ernährung: Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt schaffen ideale Bedingungen für Bakterien, die Hohlräume verursachen. Der Anteil der Bakterien in der Mundflora nimmt zu, was das Problem verursacht. „Der Hohlraum ist also eine Ernährungskrankheit der Zivilisation und keine Infektionskrankheit“, sagt Professor Zimmer zu Recht.

Eine Munddusche ist Geldverschwendung

Immer wieder hört man, Mundduschen seien Geräte, die nur wenig oder kaum etwas zur täglichen Zahnpflege beitragen können. Diese Behauptung ist aber völliger Humbug. Genau das Gegenteil ist der Fall. (Informationen gefunden auf http://www.munddusche-tests.net)

Eine Munddusche hilft Ihnen vor allem dabei, schwer erreichbare Stellen im Mund zu reinigen. Dazu zählen vor allem die Zahnhälse und Interdentalräume. Hier ist eine herkömmliche Zahnbürste oft machtlos oder stellt sogar ein Verletzungsrisiko dar. Der gebündelte Wasserstrahl der Munddusche kann diese Stellen gezielt und schnell säubern, ohne dass dabei ein großes Verletzungsrisko besteht. Lediglich, wenn Sie mit einem hohen Wasserdruck arbeiten, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Auch Mandelsteine, die einige Leute plagen kann eine Munddusche entfernen. Hierbei sollte natürlich mit der niedrigsten Druckstufe der Munddusche arbeiten, jedoch ist diese Methode äußerst effektiv.