

Ansprechpartner
Dr. med. Joachim Everding
Dr. med. Petra Vieth
Dr. med. Thomas Wentzler

Durchblutungsstörungen und arterielle Verschlüsse sind mittlerweile zu einer Volkskrankheit mit oft drastischen Folgen wie zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall geworden. So werden in Deutschland jährlich ca. 150.000 Personen wegen Schlaganfall behandelt.
Hat man die Durchblutungsstörungen bislang erst bei Patienten im höheren Alter diagnostiziert, so muss festgestellt werden, dass zunehmend auch bei jüngeren Menschen Anzeichen von Gefäßerkrankungen bestehen. Die vielfältigen Ursachen machen die Behandlung von Durchblutungsstörungen in spezialisierten Kliniken erforderlich. Am Marienhospital Steinfurt arbeiten verschiedene Disziplinen als Gefäßzentrum Steinfurt zusammen, um Patienten mit behandlungsbedürftigen Gefäßerkrankungen eine umfassende Betreuung zukommen zu lassen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, zum Wohle der Patienten eine medizinische Versorgung „aus einer Hand” zu ermöglichen. Sollte sich im Rahmen einer Behandlung in der Abteilung für Angiologie zeigen, dass eine Operation unumgänglich ist, kann der Patient umgehend dem Gefäßchirurgen vorgestellt werden, der dann den notwendigen operativen Eingriff vornimmt. Regelmäßig treffen sich die Ärzte aus den Disziplinen Angiologie, Gefäßchirurgie und Radiologie zur Gefäßkonferenz. In diesem interdisziplinären Fachgespräch mit Röntgendemonstration erfolgt die Abstimmung zur Behandlung von Gefäßpatienten.
Die Fachärzte der Radiologie stellen dabei nicht nur ihr Know-how zur raschen und sicheren Diagnosestellung zur Verfügung. Bei einigen Gefäßerkrankungen werden radiologische Methoden wie zum Beispiel Ballondilatationen (Aufdehnen bei Gefäßverschlüssen), Stent-Einlagen (Einlage von Gefäßstützen) und medikamentöse Gerinnselauflösungen zur Behandlung eingesetzt und können in geeigneten Fällen Operationen ersetzen oder ergänzen.
Dem Gefäßzentrum gehören weitere Einrichtungen des Krankenhauses an. Im Sinne der Vorsorge bietet das Marienhospital Steinfurt für ambulante und stationäre Patienten eine Gefäßsportgruppe. Unter Anleitung von Krankengymnasten der physikalischen Abteilung erfolgt ein gezieltes Training zur Rehabilitation und auch zur Prävention. Die diabetologische Abteilung führt als anerkannte Einrichtung für Typ 2-Diabetiker regelmäßig Diabetikerschulungen durch. Mit diesem Angebot für stationär aufgenommene Patienten sollen sich die Betroffenen individuelle Ansätze für eine, ihrem Leben angepasste, Therapie erarbeiten.