

Blasenschwäche (Inkontinenz) bedeutet, dass man in unpassenden Momenten ungewollt Urin verliert. Der unkontrollierte Urinverlust ist häufig sehr belastend. Viele Betroffene fühlen sich im Alltag stark beeinträchtigt und ziehen sich aus Scham und Resignation zurück, manche entwickeln gar Ängste und Depressionen.
Noch zu wenige aber sprechen über dieses Problem und suchen Hilfe. Hierzu möchten wir gerne den betroffenen entgegen kommen, denn durch Forschung und Entwicklung in der Medizin wurden in den letzten Jahren einige neue, effektive Behandlungsmöglichkeiten geschaffen, die wir anbieten.
Da es verschiedenen Arten der Harninkontinenz gibt, führen wir vor einer geplanten Operation eine urodynamische Messung durch (bei dieser Untersuchung wird die Blase über einen Katheter mit steriler Flüssigkeit aufgefüllt und es werden Drücke in der Harnröhre gemessen), denn nur bei bekannter Ursache für die Entleerungsstörung der Blase kann das richtige Verfahren ausgewählt werden. Diese Untersuchung kann auf Überweisung vom Frauenarzt für alle Patientinnen vorher auch ambulant durchgeführt werden.
Durch moderne kaum belastende und ungefährliche Untersuchungen ist es meist möglich die vielfältigen Ursachen der schwachen Blase ( genauer des schwachen Blasen- und Harnröhrenverschlusses) herauszufinden.
Daher kann heute häufig mehr Heilung oder zumindest Besserung erzielt werden, in dem bewährte Methoden, (z.B. Gewichtsreduktion, Beckenbodengymnastik, Blasentraining) durch neue (z.B. Elektrostimulation, Biofeedback, Medikamente, Operationen) ergänz oder ersetzt werden.
Operativ kann Stressharninkontinenz (Urinabgang beim Husten, Niesen, Lachen) sehr gut durch die Einlage einer Schlinge unter die Harnröhre (TVT-Methode) behandelt werden.
Auch durch Einspritzung von Gel in die Harnröhrenschleimhaut, kann in bestimmten Fällen eine deutliche Besserung oder Beseitigung der Harninkontinenz erreicht werden (Bulkamid).
Leitung:
Dr. med. Armin Rütten
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Sekretariat:
Frau Schencking, Frau Nevels, Frau Isfort
Tel.: 02552 / 79-1255
Fax: 02552 / 79-1455

Sprechstunden:
Urodynamik-Sprechstunde
Termine nach Vereinbarung
