

Maria-Josef Hospital Greven
Lindenstraße 29
48268 Greven
Tel.: 0 25 71 / 502 - 0
Fax: 0 25 71/ 502 - 519

Von außen ist nichts zu sehen. Wer die von den Stadtwerken Greven installierte
Photovoltaikanlage auf den Flachdächern des Maria-Josef-Hospitals sehen möchte, muss
schon auf das Dach des Bettenteils B hochsteigen. Dort sind jetzt die ca. 240 Solarmodule in
Betrieb.
Mehr als 37.000 Kilowattstunden pro Jahr wird die Photovoltaikanlage erzeugen, die von den
Stadtwerken Greven in dem Gemeinschaftsprojekt auf den Flachdächern der Gebäude B
und C des Maria-Josef-Hospitals errichtet wurden. Genug Strom um rechnerisch 10 Häuser
oder 20 Wohnungen komplett mit umweltfreundlichem Solarstrom zu versorgen. Die
Investitionskosten und auch die Erträge werden in diesem Gemeinschaftsprojekt geteilt.
Darüberhinaus erhält das Krankenhaus für den Teil des Daches, den die Stadtwerke nutzen,
eine angemessene Miete. Damit wird die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage mit
einer Teilvermietung von Dachflächen kombiniert.
Da die Einspeisevergütung von Solarstrom durch das erneuerbare Energiegesetz (EEG) für
20 Jahre garantiert ist, handelt es sich dabei um ein gutes Projekt für beide Beteiligten.
Voraussetzung dafür war allerdings, dass die Anlage bis Ende Juni 2010 fertiggestellt wird.
Denn ab dem 01.07.2010 sinkt die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen.
Betriebsleiter Christoph Glanemann hierzu: „Dann werden wir sicherlich sehr viel genauer
hinschauen müssen, wenn wir Photovoltaikanlagen planen. Viele Projekte werden dann nicht
mehr wirtschaftlich sein, es sei denn, die Anlagekosten sinken drastisch.“
Über 100.000,-- Euro werden beide Projektpartner in die Photovoltaikanlage investieren
Mindestens 20 Jahre lang soll die Anlage dann sauber, sicher und auch nachhaltig Strom
erzeugen. Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke Greven, geht davon aus,
„dass sich die Anlage in ca. 8 - 10 Jahren amortisieren wird“.
Verwaltungsdirektor Josef Hüsing erläuterte, dass das Maria-Josef-Hospital den Strom nicht
selbst nutzen wird, sondern in das Netz der Stadtwerke einspeist. Und der fließt auch bei
Bewölkung. Denn die Anlage produziert auch ohne Sonnenschein ca. 25 % der maximalen
Leistung.
Aber nicht nur in finanzieller Hinsicht ist das Projekt der beiden Projektpartner lobenswert:
Die beiden Unternehmen fördern die Energieerzeugung aus Sonnenenergie und leisten
damit einen aktiven und sichtbaren Einsatz zum Klimaschutz. Gegenüber der herkömmlichen
Stromerzeugung wird die installierte Photovoltaikanlage auf den Dächern des Maria-Josef-
Hospitals in 20 Jahren fast 400 To. CO² einsparen.
Das Maria-Josef-Hospital erfüllt bereits seit 2003 mit der Einführung eines Umwelt-
Managementsystems die europäischen Normen im Umweltschutzbereich. "Deshalb passt
dieses Projekt sehr gut in die Bemühungen unserer Krankenhäuser zur kontinuierlichen
Verbesserung des Umwelt- und Arbeitsschutzes", so Ulrich Scheer, Geschäftsführer des
Maria-Josef-Hospitals.
Die „Energiewende“ kann beginnen
Am 07.06.2010 wurde im Maria-Josef Hospital das neue Blockheizkraftwerk angeliefert. Die Krankenhäuser der Christlichen Krankenhausträger Gesellschaft (CKT) investieren 1,5 Mio. Euro in die Heizkraftwerke für wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement.
Auf der Grundlage des Konjunkturprogramms II hat das Land NRW im vergangenen Jahr auch Mittel für die Krankenhäuser zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnten alle Krankenhäuser in NRW im Rahmen des Investitionsförderungsgesetzes nach einem festgelegten Verteilerschlüssel, 170 Mio. Euro abrufen. Im Kreis Steinfurt haben die drei Krankenhäuser der CKT- GmbH auf diesem Weg insgesamt fast 944.000 Euro außerplanmäßige Fördermittel durch das Land NRW erhalten. Aus der Summe erhielt das Maria-Josef-Hospital Greven knapp 300.000 Euro.
Nach Beratung durch das Institut für Energie und Umwelt BFE in Mühlhausen wurden die Planungen für ein wirtschaftliches und ökologisches Energiemanagement auf den Weg gebracht. Das Maria-Josef-Hospital Greven wird deshalb mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) ausgestattet.
„Neben dem Investitionszuschuss durch das Land NRW wird das MJH Greven nochmals etwa den gleichen Betrag aus eigenen Mitteln in neue Mess-, Steuer- und Regeltechnik für die Heizzentrale investieren, um die Energieversorgung insgesamt zu optimieren, so Josef Hüsing, Verwaltungsdirektor des Hospitals.“. Die sehr aufwendigen Installationsarbeiten werden bis zum Ende der Sommerferien andauern, so dass Anfang September mit der Inbetriebnahme gerechnet werden kann.
Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und zeichnet sich durch eine effektive Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie aus. Das BHKW deckt mit einer elektrischen Leistung von 140,00 KW und einer Gesamtleistung von über 1 Mio. KW, etwa 60 Prozent des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie pro Jahr für das Hospital ab. Mit der thermischen Leistung (Wärmeerzeugung für Heizung, Warmwasser, etc.) von 207,00 KW kann das Maria-Josef-Hospital ca. 1,5 Mio. KW an Nutzwärme erzeugen. Das entspricht knapp 50 Prozent des Gesamtverbrauchs an Wärmeenergie für das Krankenhaus.
Durch den erheblich größeren Effizienzgrad eines BHKW´s gegenüber der konventionellen Energieerzeugung sind darüberhinaus nach Berechnungen des Instituts für Energie und Umwelt, CO2 Einsparungen in Höhe von rd. 380.000 kg im Jahr zu erwarten. Da davon ausgegangen werden kann, dass die Energiepreise auch zukünftig eher steigen werden, ist der Betrieb eines Blockheizkraftwerkes eine sehr zukunftsgerichtete Investition, so die Betriebsleitung in einer Pressemitteilung abschließend.
125 Jahre Tradition und medizinische Kompetenz im Maria-Josef-Hospital Greven
Mit einer Festwoche vom 12. bis 20. September 2009 feiert das Maria-Josef-Hospital Greven sein 125-jähriges bestehen. NRW Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann und der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Rudolf Kösters werden am 18. September an den Feierlichkeiten teilnehmen. Mit der Festwoche danken das Direktorium und die Geschäftsführung den Menschen, die das Maria-Josef-Hospital auf seinem langen Weg begleitet haben und weiterhin begleiten.
Zu Beginn der Festwoche lädt das Maria-Josef-Hospital am 12. September von 11:00 bis 17:00 Uhr zum 4. Grevener Pflegetag ein. Die Veranstalter der Pflegemesse sind der ambulante Pflegdienst am Maria-Josef-Hospital Greven, der Caritasverband Emsdetten-Greven, die reha team Perick GmbH sowie die Adler Apotheke Greven. Zahlreiche Aussteller informieren über ambulante Hilfen und medizinische Hilfsmittel die den Alltag erleichtern. Die Pflegemesse findet im Foyer des neuen Ärztehauses am MJH und im Erdgeschoss des Maria-Josef-Hospitals statt.
Zu dieser Gelegenheit bedankt sich das Hospital mit einem Frühschoppen bei den Nachbarn und Anwohnern für das Wohlwollen während der Bau- und Umbauarbeiten an dem Krankenhausgebäude in den letzten Jahren. Ebenso sind an diesem Tag die Mitarbeiter im Ruhestand zu der traditionellen Ehemaligen-Feier eingeladen. Die Betriebsleitung des Maria-Josef-Hospitals erklärt: „Wir sind froh und stolz auf das 125-jährige bestehen des Maria-Josef-Hospitals und möchten den Menschen, die dazu beigetragen und uns unterstützt haben, mit den Festen danken.“
Ab dem 14. September zeigt eine Ausstellung im Erdgeschoss des Hauses historische Fotografien und Aufzeichnungen des Maria-Josef-Hospitals, die die lange Geschichte der Klinik wieder aufleben lassen. Die Ausstellung wurde von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Mitarbeitervertretung und der Betriebsleitung, gestaltet und wird bis in den Dezember geöffnet sein.
Alte Erinnerungen und Anekdoten werden sicher auch bei der Jubilarehrung am 16. September ausgetauscht werden. Geehrt werden rund 50 Mitarbeiter die meist bereits mehrere Jahrzehnte für das Maria-Josef-Hospital tätig sind.
Ein besonderes Ereignis wird der Festakt am 18. September in der Grevener Baumwollspinnerei „Ballenlager“ werden. Zu dem Festakt hat der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann seinen Besuch angekündigt. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Rudolf Kösters wird einen Festvortrag halten. Weitere Grußworte werden u. a. der Domkapitular des Bistums Münster Dieter Geerlings sowie der Bürgermeister der Stadt Greven Peter Vennemeyer sprechen. Begrüßt werden die Gäste durch den kaufmännischen Geschäftsführer des Maria-Josef-Hospitals und der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (ckt.) Ulrich Scheer. Die ckt. ist die Trägergesellschaft des Maria-Josef-Hospitals, des Marienhospitals Emsdetten, des Marienhospitals Steinfurt sowie weiterer Pflege- und Dienstleistungseinrichtungen in der Region. Neben der Moderation und einem Rückblick auf die Geschichte des Maria-Josef-Hospitals durch den Ärztlichen Direktor Dr. med. Burkhard Greulich, erwartet die Gäste Musik und Unterhaltung.
Am Abend können sich die Mitarbeiter auf das jährliche Betriebsfest freuen, das ebenfalls im Ballenlager stattfinden wird. Den feierlichen Ausklang der Festwoche bildet am 20. September der Festgottesdienst in der St. Martinuskirche in Greven.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zwingen die Beteiligten mit neuen zukunftsweisenden Konzepten auf die Reformen zu reagieren. Damit die Ergebnisse dieser Reformen nicht - wie so häufig - Leistungsbeschränkung oder -abbau bedeuten muss, stellt die Betriebs- und Geschäftsleitung des Maria-Josef-Hospitals heute ein zukunftsweisendes Konzept vor. Durch das Projekt eines vollständig integrierten Ärzte- und Praxishauses werden die Voraussetzungen geschaffen, um Leistungsbreite und - tiefe des Krankenhauses Hand in Hand mit den niedergelassenen Ärzten zu verbessern. Somit soll die wohnortnahe medizinische Versorgung auf einem hohen Niveau und der Standort Greven nachhaltig gesichert werden.
Das Gesundheitszentrum auf geänderte Rahmenbedingungen:
Zur Weiterentwicklung eines Krankenhauses im ländlichen Raum zu einem modernen Gesundheitszentrum gibt es unseres Erachtens keine Alternative. Weder die kleineren Krankenhäuser noch die niedergelassenen Ärzte allein können die notwendigen Investitionen für Großgeräte z. B. Computer- oder Kernspintomorgraphie tragen, weil beide aufgrund der zu geringen Auslastung und der rechtlichen Bedingungen nicht in der Lage wären, diese Geräte wirtschaftlich zu betreiben. Die Lösung liegt in der Kooperation.
In Greven sieht das konkret so aus:
Die im Krankenhaus angesiedelten niedergelassenen Radiologen betreiben die medizinischen Großgeräte, die dann sowohl für die stationären PatientInnen des Krankenhauses als auch für alle ambulanten PatientInnen zur Verfügung stehen.
Es ist uns ein zentrales Anliegen, der Bevölkerung in Greven ein möglichst umfassendes und wohnortnahes Angebot in allen Fragen der Gesundheit zu bieten. Deshalb werden wir das Ärzte- und Praxishaus für zahlreiche Kooperationen öffnen. Durch die enge Zusammenarbeit medizinischer und nichtmedizinischer, ambulanter und stationärer Dienstleister, verbessern wir das Leistungsspektrum, verkürzen die Wege für unsere PatientInnen (KundenInnen), nutzen Synergieeffekte und stellen damit eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicher.
Für die PatientenInnen ist eine Verzahnung verschiedener Leistungsbereiche im Gesundheitswesen von großem Nutzen. Sie können in einem Gebäude verschiedene Fachärzte aufsuchen und dann evtl. notwendige Medikamente oder Hilfsmittel bequem in der Apotheke oder im Sanitätshaus besorgen. Durch Kooperationsverträge können die niedergelassenen ÄrztInnen bei aufwendigen Untersuchungen auf die Geräte des Krankenhauses zurückgreifen. Durch dieses „Hand in Hand-Konzept" zwischen dem stationären und ambulanten Bereich verkürzen wir die Wege für PatientenInnen, bieten mehr Sicherheit durch die Klinikinfrastruktur im Hintergrund, schaffen mehr Transparenz in der Versorgung und Behandlung, vermeiden Doppeluntersuchungen und beschleunigen den Informationsaustausch zwischen den behandelnden ÄrztInnen.
Das Besondere an dem Projekt ist die vollständige Integration aller Ebenen mit dem Krankenhaus: Um nicht nur symbolisch die Grenzen zwischen stationärem und ambulantem Sektor aufzubrechen, wird es zukünftig nur noch einen Haupteingang für Ärzte-, Praxishaus bzw. Maria-Josef-Hospital geben. Die Durchlässigkeit spiegelt sich auch in einer gemeinsamen Gerätenutzung und den Räumlichkeiten wider. So wird z. B. an der Schnittstelle zwischen Praxishaus und Krankenhaus das bereits vorhandene ambulante OP-Zentrum erweitert, um es für beide Seiten nutzbar zu machen. Die technische Infrastruktur wie die bereits heute vorhandene digitale Radiologie, CT, MRT, Sonographie, etc. wird es möglich machen, dass Befunde, Bilder, OP-Berichte und sonstige Befunddaten in Sekundenschnelle bei jedem weiterbehandelnden Arzt/ Ärztin in den Praxen verfügbar sind.
Aufteilung der Gebäudestruktur:
Das Erdgeschoss wird neben dem Haupteingang eine Reihe von Ladenlokalen, Shops, ein erweitertes Cafe/Restaurant und die neue Liegendanfahrt zum Krankenhaus beherbergen. In den darüberliegenden Geschossen 1 u. 2 sowie optional eine weitere Ebene, werden je nach Praxisgröße zwischen 5 und 8 Praxen untergebracht sein.
Die umfassenden Kooperationsmöglichkeiten und die Verzahnung des ambulanten und stationären Bereichs bieten erhebliche Vorteile für die PatientInnen und für die dort tätigen Fachärzte und sonstigen Dienstleistern aus dem Gesundheitswesen.
Greven, den 29.06.2007
